Hootsuite und We are Social legen im Jahresbericht „Digital 2020“ neueste Zahlen der weltweiten Digitalisierung vor. Gemäß aller Erwartungen steigt sowohl die Anzahl der Nutzer als auch die Zeit, die online verbracht wird. Die Möglichkeiten sind schließlich, nicht zuletzt durch Social Media wie Instagram und Facebook, endlos. Damit einher geht die Frage nach der Sicherheit der Daten.

Mehr Nutzer, mehr Zeit im Internet

Beinahe 5,2 Milliarden Menschen weltweit sind im Besitz eines Mobiltelefons, ganze viereinhalb Milliarden sind davon online. Das geht aus dem Jahresbericht „Digital 2020“ von Hootsuite, dem Marktführer für Social-Media-Management und der Social-Media-Kreativagentur We Are Social hervor. Allein im letzten Jahr haben 298 Millionen Menschen Zugang zu den scheinbar endlosen Weiten des Internets bekommen. Hinsichtlich des Internetzugangs belegt Deutschland den zehnten Platz: 93 % der Gesamtbevölkerung sind hierzulande online.
Die Nutzungsdauer ist weltweit sehr verschieden. Während der durchschnittliche Internetnutzer jeden Tag sechs Stunden und 43 Minuten im World Wide Web verbringt, sind es in Deutschland „nur“ vier Stunden und 52 Minuten. Spitzenreiter sind die Philippinos. Die Bewohner des Inselstaats sind täglich neundreiviertel Stunden online. Interessant ist auch, dass nun zum ersten Mal über die Hälfte der Online-Zeit auf mobilen Endgeräten verbracht wird – klarer Beleg für den Wandel, der sich seinerzeit vollzieht. Das Surfen im Internet macht dabei allerdings nur noch 9 % aus, wobei Google und YouTube am meisten genutzt werden.
Grundlage für eine räumlich freie Nutzung der mobilen Endgeräte ist die Geschwindigkeit der mobilen Datenverbindung. Auch hier tut sich etwas. In Südkorea hat sich die Internetgeschwindigkeit im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, auf nun +100Mbps (Million Bits pro Sekunde).



Wachsende Social Media-Community – neue Möglichkeiten für Instagram und Facebook

Social Media wie Facebook und Instagram spielen bei der Nutzung der Mobiltelefone eine wichtige Rolle. Die Hälfte der weltweiten Bevölkerung nutzt Social Media, dabei sind im Vorjahr 321 Millionen Menschen hinzugekommen. Die 3,8 Milliarden Nutzer verbringen pro Tag durchschnittlich zwei Stunden und 24 Minuten in den sozialen Netzwerken. Zu den beliebtesten Social Media-Plattformen gehört dabei neben den Messenger-Diensten Facebook und WhatsApp auch YouTube. Während Streamingdienste längst schon zum neuen Fernsehen geworden sind, gibt es auch für das Radio Ersatz. 70 Prozent der Befragten streamen mittlerweile Musik und auch Podcasts (41 Prozent) sind auf dem Vormarsch. Als aktives Unterhaltungsmedium thematisiert „Digital 2020“ auch den Gaming-Sektor. Ganze 80 Prozent der Internetnutzer zwischen 16 und 64 Jahren beschäftigen sich mindestens einmal im Monat mit Videospielen.
Auch der Konsum wird von der Entwicklung des Alltags in den digitalen Bereich stark beeinflusst. Rund dreiviertel der Nutzer haben im Vormonat etwas online gekauft, die Hälfte davon über ihr Smartphone. Auch auf Social Media wird diese Entwicklung erkannt. So nutzt die Social Media-Plattform Instagram durch die Shop-Funktion diesen Trend für sich. Auch auf Facebook gibt es diese Möglichkeit durch Facebook-Shops. So können die Facebook-Nutzer direkt auf der Facebook-Seite eines Unternehmens die Produkte erwerben. Schnell und unkompliziert, so mag es der Smartphone-Nutzer von heute. Der simple Bezahlvorgang von Online-Shops, der nun auch beim Verkauf auf Instagram und Facebook genutzt wird, beschränkt sich aus diesem Grund nicht nur auf den E-Commerce-Bereich. Mittels Apps durchdringt der Bezahlvorgang auch das alltägliche Leben. Transaktionen von 4,14 Milliarden US-Dollar wurden so im Vorjahr getätigt.
Henk Campher von Hootsuite sieht als Folge der ansteigenden Nutzung zudem Konsequenzen für unsere Gesellschaft: so sei es als Marketer auch seine Aufgabe, diejenigen zu erreichen, die noch nicht Teil des Internets sind.

Was machen Facebook und Instagram mit unseren Daten?

Von zunehmender Relevanz ist durch die Digitalisierung auch die Angst um die eigenen Daten. 64 Prozent der Befragten gaben an, besorgt darüber zu sein, wie Unternehmen die Daten verwenden. Insbesondere Facebook steht dabei immer wieder hart in der Kritik.
Der Geschäftsführer von We Are Social in Deutschland, Roberto Collazos Garcia, nennt im Sicherheits-Kontext außerdem die zunehmende Nutzung von Smart Home-Geräten. Diese nahm, gemessen an der Anzahl der Haushalte, 2019 um ein Drittel zu und auch die Verwendung von Spracherkennungen stieg im vergangenen Jahr um mehr als neun Prozent. Interessant ist dabei, dass zwar im weltweiten Durchschnitt 43,2 % der Internetnutzer zwischen 16 und 64 Jahren die Möglichkeit der Spracherkennung nutzen, in Deutschland allerdings nur jeder fünfte darauf zurückgreift. Grund dafür ist auch die Sensibilität der Nutzer in Deutschland hinsichtlich deren Daten. „Die Menschen werden sich mehr Gedanken darüber machen, welche Daten sie künftig an wen weitergeben werden,“ so Garcia.

So bietet der Zugang zum Internet zwar zahlreiche Möglichkeiten, doch die digitale Durchdringung des Alltags zwingt die Nutzer gleichzeitig dazu, das System, an dem sie beteiligt sind, zu hinterfragen.



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Autorin: Nina Kegel
Foto: Pixabay

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