Unser Arbeitsalltag hat sich in den letzten Jahren rasant verändert. Nirgendwo sieht man das mehr als in den Büros der großen Städte. Hippe Start-ups, bei denen es keine festen Arbeitsplätze mehr gibt, oder der Coworking-Space in einem der vielen Berliner Hinterhöfe stehen für moderne Arbeitskonzeptionen. Doch wie wird die Arbeitswelt in zehn Jahren aussehen? Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Was von dem, was wir heute als innovativ wahrnehmen, wird es dann noch geben und an was ist derzeit noch gar nicht zu denken? Kurz gefragt: Was ist unsere Future of Work?

 

Future of Work: Die digitale Transformation…

… hat gerade erst begonnen. Wo die Reise hingeht? Wer kann das heute schon sagen? Fest steht bereits, dass KI und Algorithmen in Zukunft fast alle Bereiche der Arbeitswelt beeinflussen werden. Sprachassistenten, Roboter und Automatisierung werden vielen die Arbeit erleichtern und für einige ihre Arbeit überflüssig machen. Es ist nur schwer zu sagen, wie sehr KI die Future of Work verändern wird. Und mal ehrlich: So gut sind wir darauf auch noch gar nicht vorbereitet.

Die Arbeitskultur der Zukunft

Der heute noch so weit verbreitete Nine-to-five-Job ist ein Auslaufmodell, auch wenn man sich das aktuell noch nicht vorstellen kann. In der digitalisierten Zukunft wird er nur noch ein Modell von vielen sein. Wer von zu Hause arbeiten kann, braucht keine Zeit mehr für den Arbeitsweg zu verschwenden. Gerade in diesen Corona-Zeiten merken wir, dass man für wichtige Meetings nicht durch die halbe Republik jetten muss – Skype spart Zeit, Kilometer und Kohlendioxid. Die Zukunft ist heute schon in Ansätzen da. Sie wird eine neue Kultur hervorbringen. Wie genau sie aussehen wird, ist schwer vorherzusagen. Sie wird wohl dezentraler, flexibler und vor allem digitaler sein.

Die Zukunft als Chance sehen?

Das ist eine der möglichen Lesarten. Die beschriebene neue Arbeitskultur kann viele Vorteile mit sich bringen. Diese Future of Work lässt uns die Zeit freier einteilen, Prozesse flexibler planen und uns auch über eine Vier-Tage-Woche nachdenken. Der Preis für diese rosige Zukunft muss aber zeitgleich mitgedacht werden. Wenn die Arbeit in unser gemütliches Zuhause einzieht, wenn heimelige Coworking-Spaces uns vom Nach-Hause-gehen abhalten sollen, der Chef als digitaler Gast eventuell öfter in unserem Wohnzimmer vorbeischaut, als einige unserer Freunde, dann verschwimmen Grenzen.

Die getrackte Arbeitszeit 

Auch in der Arbeitswelt der Zukunft ist Optimierung ein Kernbaustein der Unternehmenskultur. Konkurrenz spornt an und der Chef – bzw. hoffentlich in jedem zweiten Fall die Chefin – behält auch gerne weiterhin den genauen Überblick über geleistete Arbeitszeiten. Dabei haben althergebrachte Arbeitserfassungsmodelle mit Excel längst ausgedient. Dank der vorinstallierten Hintergrundsoftware ist die Führungsetage stets über die erbrachte Produktivität informiert. Die Unternehmens-KI rankt und verpackt die Ergebnisse für jeden einsehbar in anschaulichen Grafiken.

Die neue Future-of-Work-Kultur…

… kann auch ganz anders aussehen, als gerade skizziert. Aber natürlich bieten all die neuen digitalen Features der Zukunft ein hohes Überwachungspotential. Es wird an uns allen liegen, diesen Prozess des Wandels positiv mitzugestalten. Der Future-of-Work-Begriff muss gedacht, gestaltet und am Ende mitgemacht werden – in welcher Form auch immer. Eins steht dabei aber fest: Wir haben ein Wörtchen mitzureden.

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